UNTERNEHMENSPORTRAIT

Gründerväter
Wilhelm Grillo gehörte zu den Gründervätern der Ruhr-Industrie. Er war ein Mann mit großer Energie, visionärem Denken und sozialem Engagement und begann 1842 als gerade 23-Jähriger einen beeindruckenden Unternehmensaufbau. Einer Eisenwarenhandlung in Mülheim an der Ruhr folgend, gründete er schon 1849 ein Zinkwalzwerk in Duisburg-Neumühl. Schon wenige Jahre später – im Jahre 1855 – errichtete er in Oberhausen neben zwei Walzstraßen und einer Gaserzeugungsanlage erste Produktionsstätten für Zinkweiss.

Geschichte
Ab 1881 wurde das von den Oberhausener Betrieben benötigte Rohzink in einer eigenen Hütte in Duisburg-Hamborn erzeugt. Flüssiges Schwefeldioxid und Schwefelsäure wurden dabei als Bei-Produkte erzeugt. In Hamborn wurde nach der Jahrhundertwende auch ein Walzwerk eingerichtet.

Nachwuchs
Zwei Jahre nachdem er die Firma seinen Söhnen Julius, August und Wilhelm (jun.) übertragen hatte, verstarb der Firmengründer. Mit Wirkung zum 01.01.1894 wandelten seine Söhne die bisher als offene Handelsgesellschaft geführte Firma in eine „Aktiengesellschaft für Zinkindustrie vormals Wilhelm Grillo“ um.

Entwicklung
Bis zum Beginn des 2. Weltkrieges entwickelte sich das Unternehmen zum größten Zinkhalbzeug- und Zinkweisshersteller sowie SO2-Verkäufer in Deutschland. Nach dem kriegsbedingten Erliegen nahezu der gesamten Produktion begann man unter großen Schwierigkeiten mit dem Wiederaufbau der Produktionsanlagen – mit Ausnahme der Zinkhütte. Neben dem Auf- und Ausbau der eigenen Werke beteiligte sich Grillo an einer Vielzahl von Unternehmen. 1974 zog sich Grillo nach 120 Jahren aus Oberhausen ganz zurück.

Standort
Die Schwerpunkte für die traditionellen Bereiche Metall und Chemie liegen seitdem in Duisburg-Hamborn und seit 1997 in Frankfurt, für den Bereich Zinkoxid in Goslar. Die 1966 von Grillo mitgegründete und nunmehr vollständig im Besitz befindliche RHEINZINK hat ihr Walzwerk und die Verwaltung in Datteln und vertreibt ihre Bauzinkprodukte über eigene Niederlassungen bzw. Gesellschaften auf allen Kontinenten.

Die Grillo-Werke AG gehörte mit Ausnahme der Periode von 1988 bis 1994 immer zu 100 % der Familie Grillo, d. h. Abkömmlingen des Firmengründers Wilhelm Grillo, die das Unternehmen auch heute führt.

1842
Gründung einer Eisenwarenhandlung durch Wilhelm Grillo
1849
Gründung des Zinkwalzwerkes in Neumühl durch Wilhelm Grillo
1870
Gründung der Fabrik-Krankenkasse der Unternehmung Wilhelm Grillo
1894
Umfirmierung in Aktiengesellschaft für Zinkindustrie
1911
Gründung der Metall- und Farbwerke GmbH
1966
Umfirmierung der Aktiengesellschaft für Zinkindustrie in Grillo-Werke AG
1966
Gründung der RHEINZINK GmbH
1974
Gründung der Metra Non-Ferrous Metals Ltd.
1990
Metall- und Farbwerke GmbH wird umbenannt in Grillo Zinkoxid GmbH
1992
Gründung der Grillo Chemie GmbH
1993
Gründung der Grillo Immobilienverwaltungsgesellschaft GmbH & Co. KG
1994

Gründung der ASB Informationstechnik GmbH

Gründung der CHEMAD chemische Analytik Duisburg GmbH

1997

Kauf der Schwefelsäure-Aktivitäten im Industriepark Frankfurt-Höchst

Erwerb der Zinacor S.A.

1999

Umfirmierung der RHEINZINK GmbH in RHEINZINK GmbH & CO. KG

Gründung der RHEINZINK Holding GmbH

Erwerb der Hoesch Dürener Dach- und Fassadentechnik GmbH

2001
Umfirmierung der CHEMAD chemische Analytik Duisburg GmbH in CHEMAD GmbH
2007
Kauf der DMS-Anlage
2009
Fertigstellung der neuen Hauptverwaltung
2011
Fertigstellung der Kernsanierung der Grillo-Villa
2012
Bau und Inbetriebnahme der DME-Anlage im Industriepark Frankfurt-Höchst